Proxmox VE 3.1 „Nag Screen“ abschalten und nicht-kommerzielle Paketquellen

Wenn es um Virtualisierung für kleinere Umgebungen oder zuhause für Experimente und wenige virtuelle Server geht, dazu noch freie Software und bestenfalls auf Debian basierend sein soll, führt kaum ein Weg an Proxmox VE vorbei. Die Distribution basiert auf Debian und erlaubt es dem Nutzer virtuelle Server mittels OpenVZ und KVM zu betreiben. Alles in einem schönen Webinterface.

Aus finanziellen Gründen haben sich die Betreiber seit Version 3 dazu entschlossen, einen „Nag screen“ (engl. Nerv-Anzeige) anzuzeigen.

Proxmox VE 3.1 "Nag Screen"
Proxmox VE 3.1 „Nag Screen“

Darüber hinaus sind in Voreinstellung die kostenpflichtigen Paketrepositories vorkonfiguriert. Beides soll geändert werden.

Zuerst wird die folgende Datei geöffnet und die Paketquelle auskommentiert.

nano /etc/apt/sources.list.d/pve-enterprise.list

Dann wird eine neue Datei im selben Verzeichnis mit den Paketquellen für Nutzer ohne Abo angelegt. Die Paketquelle ist im Proxmox VE Wiki hinterlegt.

nano /etc/apt/sources.list.d/pve-no-subscription.list

Die Aktualisierungen aus diesem Repository lassen sich jetzt einfach installieren.

apt-get update && apt-get dist-upgrade

Und auch gegen die Nerv-Anzeige lässt sich etwas tun. Der folgende absichtlich minimal gehaltene Patch von Tyler J. Wagner deaktiviert sie und wird wie darauffolgt angewendet.

--- /usr/share/pve-manager/ext4/pvemanagerlib.js.orig	2013-08-28 10:33:15.000000000 +0100
+++ /usr/share/pve-manager/ext4/pvemanagerlib.js	2013-08-28 10:37:52.000000000 +0100
@@ -447,7 +447,7 @@
 	    success: function(response, opts) {
 		var data = response.result.data;
 
-		if (data.status !== 'Active') {
+		if (false && data.status !== 'Active') {
 		    Ext.Msg.show({
 			title: 'No valid subscription',
 			icon: Ext.Msg.WARNING,

Anwendung wie folgt.

cd /usr/share/pve-manager/ext4/
wget http://www.tolaris.com/blog/wp-content/uploads/2013/08/no_subscription_popup_pvemanagerlib.js-3.1.patch -O - | patch -p0

Es bleibt abzuwarten, ob die Proxmox Server Solutions GmbH, Hersteller von Proxmox VE, es bei diesen kleinen Einschränkungen belässt. Falls nein, wird sich wie üblich sicher ein Fork finden der einen Aktualisierungspfad eröffnet.